Willkommenskultur in Forst

Dankesfeier kam gut an

Hervorragend angekommen ist die Willkommensfeier im Jägerhaus

2015 wurde das Netzwerk „Willkommen in Forst“ gegründet. Ziel war es ab dem ersten Tag, den Schutzsuchenden zu helfen, sie im Alltagsleben zu unterstützen und wichtige Integrationsarbeit zu leisten. Nach einem Jahr, im Februar 2016, wurde die Gemeinschaftsunterkunft (GU) im Gewerbegebiet vom Landkreis eingerichtet. Mit vielfältigen, breit gefächerten Aktivitäten haben die vielen Akteure vom Netzwerk bis heute Großes geleistet. Um allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zu danken, hat die Gemeinde zusammen mit der GU-Verwaltung des Landkreises und Schutzsuchenden eine „Dankesfeier“ im Jägerhaus organisiert. Vor gut besuchter Kulisse dankte Bürgermeister Reinhold Gsell allen für ihren großen Einsatz. „Dank Ihnen hat sich in unserer Gemeinde eine hervorragende Willkommenskultur entwickelt. Herzlichen Dank für Ihr großes Engagement, Ihre Kreativität und Ihren Einsatz“, lobte Bürgermeister Reinhold Gsell. Auch Martin Finke und Ilja Dieteich von der Unterkunftsverwaltung hatten nur Lobesworte parat: „Ihr ehrenamtlicher Einsatz ist vorbildlich und wir sind sehr dankbar für ihre Unterstützung. Bis zum Abend haben Gemeinde- und GU-Vertreter, Schutzsuchende, ehemalige und aktive Helferinnen und Helfer des Netzwerkes gefeiert.

Die Aktivitäten der ehrenamtlichen Flüchtlings- und Integrationsarbeit sind vielfältig. Da Sprache ein wichtiger Schlüssel zur erfolgreichen Integration ist, findet durch die ehrenamtliche Helfer in der GU, im Jägerhaus sowie im PaPaLaPap in der Bruchsaler Straße 18 regelmäßig Sprachunterricht statt.

Im Anwesen Bruchsaler Straße 18 hat die Gemeinde Räumlichkeiten für die Schutzsuchenden und Ehrenamtlichen zur Verfügung gestellt. In den Garagen wurde eine Kleiderkammer und eine Fahrradwerkstatt eingerichtet. Die Räumlichkeiten haben sich zu einem Mittelpunkt der Integrationsarbeit entwickelt. Schnell haben sich Fahrradspender gefunden. Ehrenamtliche Helfer und Schutzsuchende reparieren die Fahrräder und übergeben sie den Flüchtlingen. Zwischenzeitlich haben auch schon Fahrradausflüge und ein Verkehrstrainingsangebot stattgefunden. Weitere Fahrradspenden und Zubehör sind herzlich willkommen, es besteht auch die Möglichkeit die Einrichtung zu besichtigen. Kontakt: fahrradwerkstatt@netzwerkforst.de. Im Anwesen Bruchsaler Str. 18 ist seit 2016 auch die beliebte Begegnungsstätte PaPaLaPap für Flüchtlinge und Bürger integriert. Regelmäßig, montagsmorgens und freitagsnachmittags, treffen sich Schutzsuchende und Forster Bürger zum Gespräch und zum Austausch. Darüber hinaus wurden eine Handarbeitsecke und eine Holzwerkstatt eingerichtet. Die ganze Bevölkerung ist während den Öffnungszeiten (Montag: 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr, Freitag: 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr) herzlich eingeladen.

Höhepunkte waren auch Feste. Das „Willkommensfest“ im April 2016 in der GU kam gut an. Im Juni 2016 fand das Eröffnungsfest und im Juli 2017 das Sommerfest im PaPaLaPap großen Zuspruch. Bei allen Festen wurden internationale Spezialitäten gereicht. Sämtliche Akteure lobten insbesondere die gute Zusammenarbeit, die sich zwischen den Ehrenamtlichen und den Flüchtlingen entwickelt hat. Seit November 2016 bieten Netzwerk und Gemeinde regelmäßig ein Begegnungscafe im Jägerhaus an. Das Netzwerk ist bemüht, die Flüchtlinge mit wichtigen deutschen Traditionen und Festen vertraut zu machen. Für die Kinder gibt es regelmäßig Spielenachmittage. Seit die Kinder besser deutsch verstehen und sprechen können, haben sie mehrmals die Gemeindebücherei zum Schmökern, an Vorlesenachmittagen und bei Veranstaltungen besucht.

Es gibt auch Ehrenamtliche, die sich als Pate für eine Flüchtlingsfamilie einbringen. Sie unterstützen die Familien und helfen beim bewältigen des Alltags. Bedauert wird, dass einige Ehrenamtliche ihre Tätigkeit, beispielsweise aus beruflichen oder familiären Gründen, nicht mehr fortsetzen konnten. Deshalb sucht das Netzwerk neue Mitstreiter, die sich ehrenamtlich bei der Arbeit mit den Schutzsuchenden einbringen wollen. Kontakt: Netzwerk. Willkommen in Forst: www.netzwerkforst.de

Koordiniert wird die Integrationsarbeit von der Flüchtlings- und Integrationsbeauftragten der Gemeinde, Evie Koch-van Mierlo Kontakt: koch@forst-baden.de bzw. Tel. 07251-780 186.
 

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