Breitbandkabelausbau in Forst

Startschuss für den ersten Abschnitt des Gemeindeglasfasernetzes ist gefallen

Technik pur in den neuen POP eingebaut. Der POP ist die zentrale Versorgungsstation für sämtliche Haushalte im Ortsgebiet, was eine beeindruckende Anzahl der erforderlichen Erschließungsleitungen verdeutlicht

Der Startschuss für den ersten Abschnitt des Gemeindeglasfasernetzes ist gefallen. Die Inbetriebnahme des ersten Teilabschnittes markiert einen wichtigen Meilenstein, da waren sich Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, Bürgermeister Reinhold Gsell, Gemeinderäte, Achim Häge von der EnBW und Vertreter der ausführenden Firmen einig. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel: „Der Auf- und Ausbau der hochmodernen, leistungsfähigen und zukunftssicheren digitalen Internetinfrastruktur ist nicht nur ein Schritt in die richtige Richtung, sondern sogar ein Quantensprung. Ab sofort sind Übertragungsraten von mindestens 50 Mbit/sec möglich, wohingegen bisher nur Bandbreiten weit unter sechzehn Mbit/sec erreicht werden konnten. Möglich ist dies nur durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden mit dem Landkreis Karlsruhe“. Wie der Karlsruher Behördenchef betonte, handelt es sich hierbei um eine der zentralen Herausforderungen des Landkreises und seiner Kommunen. Bereits 2014 wurde deshalb die Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe GmbH(BLK) gegründet. An dem interkommunalen Projekt beteiligen sich neben dem Landkreis 30 von 32 Kreiskommunen sowie die Stadt Bad Herrenalb. Durch die BLK wurden bereits 223 Kilometer Hochgeschwindigkeitsdatennetz (Backbone) angepachtet und 30 Kilometer gebaut. Weitere 20 Kilometer werden gerade ausgebaut. Die Erfordernis und die Erfolge der BLK rühren daher, da private Telekommunikationsanbieter oftmals nur lukrative Bereiche optimal versorgen. „Der Aufbau des Hightech-Glasfasernetzes in Forst ist ein hervorragendes Beispiel, wie Ziele in relativ kurzer Zeit erreicht werden können, wenn alle Beteiligten Hand in Hand erfolgreich zusammenarbeiten“, erklärten Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und Bürgermeister Reinhold Gsell übereinstimmend. Landkreis, BLK und der Netzbetreiber inexio sind hierbei für die Kommunen ein verlässlicher Partner.

Christoph Schweikert von der BLK erklärt Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, Bürgermeister Reinhold Gsell und anwesenden Gemeinderäten die Funktionsweise des gerade in Betrieb genommenen neuen Übergabepunktes (POP)


Die BLK verlegt das Hochgeschwindigkeitsdatennetz (Backbone) bis an die Übergabepunkte (POP‘s) der Gemeinden. In Forst befindet sich ein POP im Gewerbegebiet und ein POP gegenüber der Gemeindebücherei auf dem Parkplatz. Von hier aus hat die Gemeinde die Lußhardt-Gemeinschaftsschule Forst-Hambrücken und der Landkreis die Astrid-Lindgren-Schule mit Leerrohren erschlossen. Parallel hat die Gemeinde auch zu einem innerörtlichen Neubaugebiet an der Bruchsaler Straße Leerrohre legen lassen. Vor wenigen Tagen wurden die Glasfaserleitungen eingeblasen. Mit dem Startschuss wird es jetzt möglich sein, das moderne Hightech-Glasfaserkabel zu nutzen. Neben den beiden Bildungseinrichtungen sind aktuell zwölf Haushalte im innerörtlichen Neubaugebiet angebunden. Weitere Anschlüsse für Gewerbebetriebe stehen gerade vor der Fertigstellung. Künftig können die Kunden Glasfaserkabel nicht nur zum Internetsurfen oder Telefonieren, sondern auch zum Fernsehen nutzen.

Große Teile des Forster Gewerbegebietes sind nur über Kupferkabel versorgt. Die Gewerbetreibenden sind mit der momentanen Situation unzufrieden. Von daher hat sich die Gemeinde entschlossen, in Eigenregie das Gewerbegebiet mit Glasfaserkabel zu erschließen. Die Leerrohre sind größtenteils gelegt. Die Gewerbetreibenden wurden über das neue Hightech-Angebot der Gemeinde informiert. Viele Interessensbekundungen sind im Rathaus eingegangen. Mit einem kompetenten, regionalen Partner ist die Gemeinde dabei, sämtlichen Interessenten Hausanschlüsse anzubieten, so dass künftig auch im Gewerbegebiet Glasfaserkabelanschlüsse zur Verfügung gestellt werden können. Rund 880.000 Euro hat die Gemeinde im Gewerbegebiet investiert, wobei Zuschüsse von rund 300.000 Euro vom Land bewilligt wurden. „Ich bin stolz, dass es mir in meinen letzten Amtstagen noch gelungen ist, das Projekt „Glasfaserausbau“ in die entscheidende Phase zu führen. Der Startschuss ist heute gefallen“, lobte Bürgermeister Reinhold Gsell die gute und enge Zusammenarbeit zwischen der BLK, dem Landkreis, den Netzbetreibern und der Gemeinde.

 

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