Schnelles Internet in Forst

Großes Interesse bei der Infoveranstaltung

Sehr großes Interesse bestand bei der Veranstaltung „Schnelles Internet“ in Forst.

Großes Interesse fand die Informationsveranstaltung „Schnelles Internet“ im Alex Huber Form. Die Gemeinde hatte geladen, rund 200 Bürgerinnen und Bürger sind gekommen. „Schnelles Internet ist heute ein existenzieller Standortfaktor“, so Bürgermeisterstellvertreter Dr. Karl-Heinrich Schumacher bei der Begrüßung. Gewerbe und private Haushalte sind auf immer höhere Datenübertragungsraten angewiesen. „Ein leistungsfähiges Glasfasernetz ist der Garant für eine moderne, in die Zukunft gerichtete Kommune“, so Dr. Schumacher. Mit großem Interesse wurde die von Hauptamtsleiter Heimo Czink dargestellte Entwicklung der Internetversorgung in Forst zur Kenntnis genommen. Die Deutsche Telekom versorgt aktuell ihre Kunden überwiegend mit veralteter Kupfertechnik. Unitymedia ist bis auf einen Großteil des Gewerbegebietes und einen Teilbereich beim neuen Friedhof in Forst vertreten, allerdings historisch bedingt leider nicht in allen Straßenzügen flächendeckend. Von daher besteht im Gewerbegebiet und in einigen Wohngebieten eine hohe Unzufriedenheit. Vor diesem Hintergrund ist die Gemeinde 2014 der Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe GmbH (BLK) beigetreten.

Zusammen mit der BLK und dem Landkreis hat die Gemeinde im Gewerbegebiet und im Ortskern auf dem Parkplatz gegenüber der Bücherei zwei Übergabepunkte (sogenannte POPs) errichtet. Ab den POPs geht die moderne BLK-Datenautobahn auf das Gemeindenetz über. Im Zuge dieser Arbeiten haben Gemeinde, BLK und Kreis aufgrund der schlechten Internetversorgung der Astrid-Lindgren-Schule (Träger: Landkreis) und der Lußhardt - Gemeinschaftsschule Forst – Hambrücken (Träger: Gemeinden Forst und Hambrücken) die Glasfaserausbauarbeiten bis zu den beiden Bildungseinrichtungen weiter vorangetrieben. Die gleiche Situation wie bei den Schulen bestand auch beim innerörtlichen Neubaugebiet „Alte Gärtnerei“. Kein privater Anbieter war bereit oder in der Lage, zeitnah schnelles, modernes Glasfaserkabel für Turbo- Internet, Telefonie und Fernsehen zur Verfügung zu stellen, so dass auch hier die Gemeinde im Zuge der laufenden Ausbauarbeiten Glasfaser mitverlegt hat. „Die Gemeinde ist also da eingeschritten, wo der private Markt nicht zeitnah tätig wurde. Gemeinde und Landkreis haben für die Erschließungsarbeiten mit Hightech-Glasfaserkabel auch Landeszuschüsse erhalten“, betonte Hauptamtsleiter Heimo Czink. An den Trassen bestand auch die Möglichkeit für die Angrenzer, bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen, kostengünstig mitversorgt zu werden. Aktuell ist die Deutsche Telekom dabei ihr Kupferkabelnetz auf Vectoringtechnik umzurüsten. Vectoring ist veraltet und nicht mehr zeitgemäß, hier werden lediglich die Verteilerkästen mit Glasfaserkabel angefahren. Ab den Verteilerkästen bis zu den Haushalten liegt weiterhin das alte Kupferkabel. Gemeindeziel ist es mittel bis langfristig alle Haushalte mit modernem Glasfaserkabel zu versorgen. Nachdem das Vectoringnetz aktiviert ist, will sich der Gemeinderat in einigen Monaten erneuet mit der Situation und dem weiteren Vorgehen befassen. „Der Markt wird sorgfältig beobachtet“, heißt es aus dem Rathaus. Gemeindeziel wird es auch in Zukunft sein, bei strategisch wichtigen Tiefbaumaßnahmen Leerrohre mit zu verlegen um – falls der private Markt erneut versagt – kostengünstig an den Brennpunkten im Ort vertreten zu sein. Wie Hauptamtsleiter Czink betonte, ist bei sämtlichen Überlegungen der Masterplan die Grundlage.

Großes Interesse fand auch der Vortrag von Kreiskämmerer Ragnar Watteroth. Beim Glasfaserausbau befindet sich Deutschland im europäischen Vergleich im hinteren Drittel. Die Datenübertragungsraten steigen jährlich rasant an. Unter dieser Betrachtung ist die einzige Zukunftstechnologie ein kompletter Glasfaserausbau bis direkt in jedes Haus. Beim veralteten Vectoringverfahren sind physikalische Grenzen gesetzt. Wie Kreiskämmerer Watteroth betonte, hat sich zwischenzeitlich auch das Preisgefüge der privaten Anbieter angepasst. Kunden sollten genau das Preis-Leistungsverhältnis prüfen. Über technische Details und Übertragungsraten der Marktanbieter informierten vom Ingenieurbüro tkt Thomas Siegle und Norbert Gimple. Wie brandaktuell das Thema „Schnelles Internet“ in Forst ist, zeigte die anschließende Diskussionsrunde.
 

Kontakt

Gemeindeverwaltung
Weiherer Str. 1
76694 Forst

Servicezeiten:


Dienstags und Donnerstags
von 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr
von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Tel.: (07251) 780-0
Fax: (07251) 780-237
kontakt@forst-baden.de