Gemeinde erhält Zuschüsse aus dem Programm „Natur nah dran“

Naturschutzgebiet „Schelmenlache“: Eine Perle in Forst

In der letzten Gemeinderatssitzung waren ökologische Maßnahmen ein wichtiges Hauptthema. Claudia Wünsch vom Bauamt informierte das Ratsgremium über den 2017 gestellten Förderantrag „Natur nah dran“. Ziel soll es sein, blütenreiche Grünflächen zur Erhöhung der biologischen Vielfalt im Ortsbereich zu schaffen. Für den Antrag hat die Verwaltung einen Maßnahmenkatalog zusammengestellt, der unter anderem die Umgestaltung der Rasenfläche in eine Wildblumenwiese in der Finkenstraße gegenüber dem alten Friedhof vorsieht. Vom Ortseingang Weiher her soll auf der großen Rasenfläche mit Bäumen und dem gegenüberliegenden Grünstreifen eine Wildblumenwiese angelegt werden. Beim Ortseingang am Burgweg wird auf dem Grünstreifen vor der Lärmschutzwand und dem gegenüberliegenden Straßenbegleitgrün auf der Seite des Baugebietes „Hardlach“ je eine Wildblumenwiese eingesät. Darüber hinaus ist vom Bauamt geplant, an der Einmündung Hambrücker Straße/Wiesenstraße die Rasenfläche in eine Wildblumenwiese umzugestalten. Auf dem Parkplatz Zeiligstraße/Wiesenstraße wird die Parkplatzfläche neu gestaltet. Im Zuge dieser Maßnahme ist die Bepflanzung der Beete mit heimischen Sträuchern vorgesehen. Zwischen dem Seniorenheim und der Bruchsaler Straße wird die Gemeinde in nächster Zeit drei Häuser mit Nebengebäuden im Zuge des Landessanierungsprogrammes abbrechen. Die Fläche wird bis zur Erweiterung des Seniorenheimes als Parkplatz provisorisch angelegt. Übereinstimmung bestand darin, dass die Randbereiche als Blumen-Schotter-Rasen und eine schon bestehende Rasenfläche als Wildblumenwiese konzipiert werden sollen.
 
An der Bruchsaler Straße beim Rewe-Markt am Ortsausgang soll außerhalb der Wohnbebauung die vorhandene Grünfläche in eine Streuobst- und Blumenwiese umgestaltet werden. Bereits im Oktober 2017 hat der Bauhof die Fläche angelegt und Obstbäume gepflanzt. Spezielle Wildblumen- und Kräutermischungen sind eingesät und werden im Frühjahr zu erkennen sein.
Am Walthersee an der Verbindungsstraße in Richtung Bruchsal wird die Fläche neben dem Christbaum-Verkaufsplatz zu einer Blumen- und Streuobstwiese umgestaltet. Vorwiegend Äpfel-, Birnen-, Zwetschgen-, Kirsch- und Mirabellenbäume sind geplant. Unter den Bäumen sollen Streifen mit Wildblumen angelegt werden. Zwischen den Baumreihen ist ein Wiesenbewuchs zur Erleichterung der Pflegemaßnahmen eingeplant. Für die beiden Maßnahmen im Außenbereich erhält die Gemeinde keine Zuschüsse. Die Fläche am Walthersee soll künftig durch die Kita „Buntstift“ genutzt werden. Eine Pflege von Ehrenamtlichen des Heimat- und Kulturvereins, der NABU und des Obst- und Gartenbauvereins ist angedacht.
Einen weiteren Schwerpunkt der Gemeinderatssitzung bildete ein interessanter Vortrag von Ingo Schneider vom BUND über die „Schelmenlache“. Die „Schelmenlache“ ist ein Naturdenkmal unweit vom Freizeitpark „Heidesee“ an der Gemeindeverbindungsstraße Forst/Weiher. Einst war die „Schelmenlache“ das einzige dauerhafte Gewässer in Forst. 1983 hat Lehrer Josef Veit das Biotop mit Unterstützung der Gemeinde und örtlichen Schule angelegt. Der BUND, viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer und die Gemeinde sind seit Jahren dabei, dieses einmalige Naturbiotop regelmäßig zu pflegen. Die „Schelmenlache“ bildet einen wichtigen Lebensraum für seltene Tierarten und Pflanzen. Bürgermeister Bernd Killinger dankte für die interessanten Vorträge.

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